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Dieu-Mi Hoang - Mihoang.art 

Heute sind wir stolz euch eine neue, junge Künstlerin vorstellen zu können: Dieu-Mi Hoang. Die gebürtige Deutsche mit vietnamesischen Wurzeln ist jetzt schon seit einiger Zeit in Dänemark und dieses Jahr haben wir uns gemeinsam für eine Kollaboration entschieden - und wir freuen uns sehr! Ihre Designs könnt ihr bald auf unserer Website kaufen, aber erstmal könnt ihr Mi ein bisschen kennenlernen! 

mi - DIE KUNST & DIE PERSON

Q: Herzlich willkommen und vielen Dank, dass wir dieses kleine Interview mit dir machen dürfen. Wir freuen uns sehr. Zuallererst, ein paar Einstiegsfragen: Woher kommst du und wie kam die Kunst in dein Leben?
A: Gerne, ich komme ursprünglich aus Dresden, Deutschland, aber meine Eltern sind Vietnamesen. Also nur so am Rande, ich kann auch richtig schön Sächsisch sprechen, aber das können wir ja ein anderes Mal besprechen.
Q: Und was hat dich zur Kunst gebracht?
A: Wie ich zur Kunst gekommen bin, ist eigentlich ganz klischeehaft: ich habe schon immer gezeichnet, weil es mir einfach Spaß gemacht hat. Das fing an mit Ponies und Prinzessinnen, Disneyfiguren und dann Inspirationen von Sailor Moon (sie ist ein großer Fan). Ich habe eigentlich nie so richtig am Stück gezeichnet, sondern eher immer phasenweise, wenn ich Zeit hatte. Als ich dann meinen Bachelor angefangen habe, ist das mit dem Zeichnen wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Da ging es dann ganz schnell von Sailormoon zu realistischem Zeichnen.
Q: Kurze Zwischenfrage: Hast du denn auch Kunst studiert?
A: Nein, ich habe in Berlin und Aarhus studiert im Bereich BWL und Marketing. Also ganz typisch. Und das Zeichnen ist dann jetzt nochmal nach dem Studium, als ich mehr Zeit hatte, ein immer größerer Punkt auf meiner Agenda geworden. Denn, wenn man eben gerade Zeit hat wie jetzt in Corona-Zeiten, kann man sich mit sich selbst und auch mit seiner Kunst beschäftigen. Also es war auch total in Ordnung für mich, dann nicht zu arbeiten und die Zeit meiner Kunst zu widmen.

Klicke auf die Poster, um sie in unserem Online Shop zu sehen:

Q: Dann hat das für dich ja im Grunde gut gepasst mit der Corona-Krise. Wie hat sich das denn im Laufe entwickelt mit dem Zeichnen?
A: Ich bin erst seit Mai voll aktiv, aber ich merke selber wie steil die Lernkurve ist und wie sich Dinge weiterentwickeln. Zum Beispiel auch jetzt unsere Kollaboration ist für mich total spannend und fordert mich auch nochmal anders. Da freue ich mich sehr drauf.
Q: Unabhängig von unserer gemeinsamen Polsterkollektion, was sind denn deine Vorlieben beim Zeichnen?
A: Meine Vorlieben beim Zeichnen sind eigentlich Portraits. Das ist auch das, was ich überwiegend mache. Aber seit circa 2 Jahren habe ich mich immer mehr an Stillleben ausprobiert. Besonders pflanzliche Motive wie Früchte, Gemüse und Blumen haben mich interessiert. Dadurch, dass ich auch eine Vorliebe für allgemein klassische Kunst habe, habe ich mich unterbewusst bestimmt auch von den Alten Meistern und ihren Stillleben beeinflussen lassen. Außerdem wollte ich etwas dekoratives für Zuhause machen.
Q: Das passt ja perfekt zu Project Nords Postern und der Kollaboration mit dir.
A: Ja genau, und als dann auch noch positive Resonanz von meinen Freunden kam, und mir das Spaß gemacht hat, habe ich das noch weiter ausgelebt.
Q: Zurück nochmal zum Zeichnen von Portraits: Wen zeichnest du und warum?
A: Oft zeichne ich einfach Menschen, die ich interessant finde, schön und irgendwie besonders. Bisher habe ich nur einen Bekannten gezeichnet und ansonsten nur unbekannte Gesichter. Am Anfang meiner Portraitzeichnung habe ich mich erstmal mit einfachen und eher emotionslosen Menschen beschäftigt. Das hat sich aber radikal geändert: Jetzt interessiert mich vor allem die Emotion und das Besondere. Referenzfotos müssen auf jeden Fall noch mehr als nur das Gesicht zeigen. Körpersprache ist extrem wichtig. Mein Fokus liegt auf Diversität. Unterschiedliche Gesichter von unterschiedlichen Kulturen.
Q: Das finden wir toll. 

Q: Gibt es einen Grund, warum du nur Frauenportraits auf deinem Account auf Instagram zeigst?
A: Ehrlich gesagt finde ich Frauengesichter und -körper einfach interessanter und ästhetisch ansprechender, aber natürlich habe ich auch Männerportraits, die poste ich aber nicht. Frauen sind einfach schöner als Männer.
Q: Momentan hast du aber eher eine florale Phase oder? Woher nimmst du die Inspiration dafür?
A: Ja genau, das sieht man ja auch bei den Ideen und Motiven für die Kollaboration mit euch. Ich liebe Blumen und male gerade ständig nur florale Designs. Ich liebe sie einfach. Sie sind wunderschön und wahnsinnig vielfältig, das inspiriert mich.
Q: Ganz allgemein einmal, was ist denn eigentlich Kunst für dich?
A: Für mich ist Kunst eigentlich eher klassisch definiert. Alles, was ästhetisch schön ist. Aber jetzt geht es darum, dass meine Komposition und meine Designs noch mehr als nur schön sind. Schönheit plus Geschichte dahinter. Es ist eben doch ein Prozess.
Q: Jetzt müssen wir nochmal konkret über unsere Kollaboration reden. Warum hast du denn überhaupt der Kollaboration mit uns zu gestimmt?
A: Bis jetzt bin ich ja noch am Anfang meiner Künstlerkarriere und daher noch sehr klein. Mit euch zu arbeiten bedeutet für mich, meine Kunst zugänglicher zu machen, für mehr Publikum und für weniger Geld (denn Privataufträge sind natürlich auch teurer). Kunst sollte zugänglich sein.
Q: Wie kam es denn zu der Kollaboration?
A: Eigentlich hat das alles mit einem Gespräch mit Torben angefangen. Wir haben über nordischen Minimalismus gesprochen und Design im allgemeinen. Ich kannte Project Nord erst kaum, aber war dann so schnell überzeugt von dem Konzept, dass ich mir direkt vorstellen konnte mit euch zusammen zu arbeiten. Gutes Design mögen doch alle! Und ja ich glaube, dass es eine ganz tolle Chance für mich ist und bin gerade total glücklich über die Möglichkeit.

design und mehr

Q: Was bedeutet skandinavischer Minimalismus für dich und wie ist dieser in deiner Kollektion verankert/repräsentiert?
A: Einfachheit und die Idee vom nordischen Design. Meine Arbeiten können einfach sein. Aber das ist nicht immer der Fall. Mein persönlicher Anspruch ist aber eigentlich immer über das “Einfach” hinaus zukommen. Man muss aber auch sagen, dass mein gewählter weißer Hintergrund dazu führt, dass man sich auf das Hauptmotiv konzentriert. Und beim Minimalismus geht es darum sich auf die Hauptelemente zu konzentrieren und den Schnick-Schnack weg zu lassen. Ich mag es außerdem, wenn auch das Angucken einfach ist. Ich würde meine Arbeit als minimalistisch und ein bisschen mehr bezeichnen, durch das Rot vor allem.
Q: Hat sich denn dein Style und Stil persönlich und auf deine Kunst verändert als du nach Dänemark gekommen bist?
A: Also ich bin ja zu meinem Master in Aarhus nach Dänemark gekommen und danach dann nach Kopenhagen an die CBS. Da hat sich mein künstlerischer Stil auf jeden Fall geändert. Ich bin generell ein sehr technik-fixierter Mensch, ich liebe Details und die perfekte Ausführung. Aber ich habe erst hier und jetzt den Technik Fokus gefunden. In Aarhus ging es mehr ums Ausprobieren und dann später in Kopenhagen mehr um die Details. Auch kleidungstechnisch hab ich mich definitiv angepasst - bewusst oder unbewusst passiert das glaube ich automatisch. Es ist schwer sich nicht anzupassen. An sich kleiden sich die Leute hier wirklich gut, denn der Däne legt sehr viel Wert auf Ästhetik und das schöne Aussehen. Allgemein entwickelt man sich ja immer weiter, dazu gehört aber auch Motivation. Erstmal muss man immer die Motivation haben sich zu entwickeln und ausprobieren. Bevor man sich findet, muss man üben und probieren. Identität und Kunst ist ein Entwicklungsprozess.

Das Hobby als beruf?

Q: Könntest du dir denn vorstellen deine Kunst irgendwann hauptberuflich zu machen?
A: Auf keinen Fall, ich möchte einfach die Kunst als Hobby beibehalten und den Spaß am Zeichnen und Kreativsein nicht verlieren, denn oft bedeutet Zeichnen alleine sein. Und obwohl ich das wirklich sehr gut kann und es auch durchaus schön ist, mal allein zu sein, brauche ich auch die Menschen um mich herum und die Abwechslung. Außerdem, würde ich gerne mein Gehirn noch anderweitig einsetzen.
Q: Man kann sich ja auch in mehreren Sachen verwirklichen.
A: Das Hobby zum Beruf machen ist glaube ich auch wirklich schwierig.
Q: Was hast du noch für die Zukunft geplant mit deiner Kunst oder auch allgemein?
A: Zeichnen steht gerade wirklich im Fokus. Eine Freundin von mir hat eine nachhaltige Naturkosmetik-Marke und hatte mich gefragt Produkte zu illustrieren und ein anderer Freund ebenso, der ein paar Wandmotive braucht für seine Restaurants in Dresden. Da war das Konzept auch sehr ähnlich zudem, was wir jetzt gemeinsam hier vorhaben, also sehr floral gehalten. Daneben gibt es natürlich immer Privataufträge - das hält mich auf jeden Fall auf Trab.

Der Zeichenprozess

Q: Wie kommt die Wahl deines Farbschemas rosa-rot zustande?
A: Meine Lieblingsfarbe ist rosa. Das mal als Erstes. Dann als ich umgestiegen bin von klassischen auf mechanische Bleistifte, hab ich noch andere Farben entdeckt. Darunter war rot am interessantesten und beim Ausprobieren, war ich auch vom Ergebnis sehr angetan. Und da bin ich dann hängengeblieben. Zusätzlich - hier kommt mein Marketingstudium jetzt durch- ist da Rote mittlerweile schon mein Markenzeichen und in Sachen Branding ist die Farbe Rot einfach ein Klassiker. Rot und Rosa sind natürlich nicht für jedermann, aber meine Marketing Brille hat sich dann durchgesetzt. Das ist jetzt meine Differenzierung geworden.
Q: Du arbeitest momentan eigentlich nur mit Bleistift?
A: Genau, also für euch sind die Motive alle mit Bleistift, aber ich mache durchaus auch was mit Tusche und Wasserfarben. Acrylfarben machen mir auch manchmal Spaß. Seit neuestem sticke ich auch total gerne und jetzt besticke ich manchmal auch meine Bilder. Und das klappte einfach ganz gut. Ein guter Mix also.
Q: Dann kommen wir jetzt zur letzten Frage - wie sind denn so ein ganz normaler Tag in deinem Künstlerdasein aus?
A: Also das erste, was ich mache, wenn ich aufstehe, ist einen vietnamesischen Kaffee machen (im Sommer auch mal einen Eiskaffee). Gesicht waschen und ein bisschen aufwachen, Kaffee trinken und dann versuche ich seit einiger Zeit, immer ein bisschen Struktur in meinen Tag zu bringen. Das mache ich mit To-do-Listen. Da philosophiere und reflektiere ich übers Leben und über mich selbst und priorisiere meine Aktivitäten. So fängt mein Tag an.
Q: Und der Entstehungsprozess eines Bildes?
A: Der Entstehungsprozess eines Bildes beginnt mit simplen Skizzen und Recherche - hier gucke ich mich am liebsten auf Pinterest um. Dann geht es ans Zusammenschustern. Danach geht es recht schnell. Komposition, Konturen, dann kommt das Ausfüllen - das ist dann fast wie “Malen nach Zahlen”. Zeitlich kommt es auf meine Motivation an - das kann dann also auch ganz schnell. Manchmal zeichne ich dann 10 Stunden am Stück und manchmal brauche ich ständig kleine Pausen. Zeichnen hat auch wirklich etwas Meditatives.
Q: Danke für diesen tollen Insights zum Entstehungsprozess, deiner Kunst und dir als Person. Wir freuen uns auf jeden Fall noch Weiteres von dir zu sehen und bedanken uns bei dir für das nette Interview. Hat uns sehr gefreut!

Wir hoffen, dass ihr Mi und ihre Kunst genauso sympathisch findet wie wir.
Freut euch also auf die Kollektion von ihr und schaut auf unserer Website vorbei um ihre Designs zu kaufen.